Aktuelle Nummer 05 | 2021
28. Februar 2021 bis 13. März 2021

Kirche und Welt

Christenverfolgung nimmt weltweit zu

Am 17. Januar 2021 wurde die Jesuitenkirche in Luzern rot beleuchtet. Das rot leuchtende Gebäude stand als Mahnmal für die Menschen weltweit, die aufgrund ihrer religiösen Überzeugung verfolgt werden. In der Kirche fand auf Einladung des Hilfswerks «Kirche in Not» der Gedenkgottesdienst für die verfolgten Christinnen und Christen statt. Keine andere Religionsgemeinschaft wird so stark verfolgt wie das Christentum. Das berichten übereinstimmend die Hilfswerke «Kirche in Not» und «Open Doors». Durch die Pandemie seien religiöse Minderheiten in vielen Ländern noch zusätzlich bedrängt und ausgegrenzt worden. Die grösste Bedrohung bilden weiterhin die radikalen islamistischen Gruppen, die in Afrika, im Nahen Osten und selbst in Europa mit terroristischen Aktionen Menschen töten und Kirchen zerstören. In China mussten in allen Kirchen Kameras mit Gesichtserkennungssoftware eingerichtet und ein Bild von Parteipräsident Xi Jinping aufgehängt werden, was die Gläubigen zusätzlich einschüchtert. Auch der wachsende Nationalismus richtet sich in vielen Staaten gegen religiöse Minderheiten. www.kirche-in-not.ch /  www.opendoors.ch  (ksc)