Aktuelle Nummer 05 | 2021
28. Februar 2021 bis 13. März 2021

Jugend

«Bei uns gewinnt niemand und Keiner verliert!»

Sebastian Gasche ist 22 Jahre alt. Er wohnt in ­Derendingen und ist Mitarbeiter der Kreditverarbeitung einer Bank. Im Sommer hat er das dreijährige Studium an der höheren Wirtschafts- und Informatikschule in Solothurn zum diplomierten Betriebs­wirtschafter begonnen. In seiner Freizeit spielt er gerne Tennis und geht ins Boxtraining. Seit 2007 ist er in der Jubla ­Derendingen, in der er jetzt Scharleiter ist.

Sebastian, bald ist ein Jahr nach Corona-Ausbruch: Wie hast du diese Zeit erlebt? 
In der ersten Welle war ich noch in der RS, da hatte ich keine grossen Einschränkungen, ausser dass ich 7 Wochen lang nicht nach Hause gehen durfte. Im Sommer war es dann schon eher spürbar und seit dem Früh-Herbst ist Corona klar das dominierende Thema. Ich bin dankbar dafür, dass in meinem Bekanntenkreis niemand stark vom Virus betroffen wurde, aber als geselliger Mensch fällt es mir schon schwer, auf alle sozialen Kontakte zu verzichten. Gottseidank dürfen wir noch in die Natur. Ich gehe z. B. sehr gerne auf den Weissenstein oder in den Wald spazieren.

Du bist Scharleiter bei der Jubla. Warum engagierst du dich in der Jubla?
Ich bin schon als kleiner Bub in die Jubla gegangen und habe selber erlebt, was das Motto «Jubla schafft Lebensfreu(n)de» bedeutet. Jubla ist vielfältig: In den Gruppenstunden basteln, singen, spielen wir, wir gehen in die Natur, bauen Zelte oder zünden ein Feuer an … Und das alles ohne irgendwelchen Druck: Wir machen alles aus Freude und aus Spass. Nicht nur für die Kinder ist Jubla wertvoll, auch für uns Leiter: Wir lernen den Kindern zu helfen, sie zu trösten, zu motivieren, wir lernen Verantwortung für die Kinder zu übernehmen und wir lernen Anlässe zu organisieren. Bereits durch die Freude der Kinder, die man in ihren Gesichtern herauslesen kann, lohnt sich dieser Aufwand immer. 

Hattet ihr ein Herbstlager?
Ja, auf der Mörlialp. Trotz Schutzkonzept und Abstandsregeln konnten wir voll in die Zauberwelt «Scolarius Magicus Jublatius» mit ihren Sprüchen und Säften hineintauchen. Die Kinder wurden alle zu coolen Zauberern ausgebildet. Es war eine tolle Woche!

Fasnacht darf nicht stattfinden. Was hättest du an der Fasnacht gemacht?
Vor 6 Jahren, entstanden aus der Fasnacht, habe ich mit Freunden einen Verein gegründet, die «Fifteen Pint Crew». Unser Vereinsziel ist es, die Freundschaft über die Jahre hinweg zu pflegen, auch wenn viele ihren Lebensmittelpunkt nicht mehr im Wasseramt haben. Wir organisieren diverse Anlässe an unserem Vereinshauptsitz in Oekingen. Ein Highlight ist immer die Fasnacht: Wir wählen ein Motto aus und setzen es um. Wir sind gleich gekleidet, haben einen kleinen Wagen, ziehen herum und stecken die anderen mit unserer Lebensfreude an. Es ist sehr schade, dass dieses Jahr alles ausfällt …

Was hast du 2021 vor?
Ich hoffe, dass ich im Winter noch ein paar Mal Skifahren gehen kann. Dann im Frühling leite ich zum zweiten Mal den Grundkurs für zukünftige Jublaleiter, darauf freue ich mich sehr! Ansonsten will ich das erste Studienjahr gut abschliessen und hoffentlich werde ich wieder mehr Zeit mit Freunden verbringen können.

Die Homepage der Jubla Derendingen: www.jubladerendingen.ch