Aktuelle Nummer 11 | 2020
24. Mai 2020 bis 06. Juni 2020

Coronavirus betrifft auch die Kirchen

Wegen der Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus wird das ­öffentliche Leben in der ganzen Schweiz eingeschränkt. Alle Veran­staltungen werden bis zum 19. April 2020 verboten und die meisten Geschäfte geschlossen. Auch über dieses Datum hinaus wurden kirchliche Anlässe wie die ­Nationale Wallfahrt nach Lourdes, der Weltjugendtag in der Westschweiz oder die Verleihung des Herbert-­Haag-Preises bereits abgesagt. Die ­Kirchen unterstützen die Massnahmen der Gesundheitsbehörden. Der Bischof von Basel verschärft die Massnahmen aufgrund der vom ­Bundesrat angeordneten ­besonderen Lage:

  • Alle öffentlichen Gottesdienste und kirchlichen Veranstaltungen sind bis 19. April 2020 im ganzen Bistum untersagt.
  • Der Bischof entbindet von der Sonntagspflicht. Die Kirchen bleiben offen.
  • Generelle Haltung: Hygiene, Abstand halten, wenn möglich zu Hause bleiben, Sitzungen absagen.
  • Der Schutz von Risikogruppen, insbesondere von älteren oder kranken Menschen, sowie Wohnungslosen und Flüchtlingen hat Priorität. ­Kirchliche Sozialdienste verstärken die Hilfestellung an ­Risikogruppen.
  • Die Einzelseelsorge, Kontakte und Hilfe werden über Telefon, E-Mail und Internet sichergestellt.
  • Die Verbreitung medialer Gottesdienstübertragung wird gefördert.
  • Alle Erstkommunionfeiern, Taufen, Hochzeiten und Firmungen finden nicht statt, Begräbnisfeiern nur im Familienkreis.
  • Für Religionsunterricht und Katechese gelten die analogen ­Regelungen wie in der Schule.

Der gesamte Massnahmenkatalog sowie Hinweise zu Gottesdienst­übertragungen im TV, Radio oder Internet sind auf der Website des Bistums zu finden. Die Massnahmen werden jeweils der weiteren Entwicklung angepasst. Die Bistumsleitung sieht in der besonderen Situation auch eine Chance, um darüber nachzudenken, was das Feiern bedeutet und welche kreativen Möglichkeiten es gibt, auf andere Art miteinander verbunden zu sein. Es gelte offen zu sein für die Frage: Was entsteht, wenn vieles unklar ist und neu werden will?

www.bistum-basel.ch