Kirchenjahr und Schriftlesungen

28. Februar – 13. März

Sonntag, 28. Februar 2021

2. FASTENSONNTAG 

Tag des Judentums

«Ich will dir, Abraham, Segen schenken in Fülle und deine ­Nachkommen überaus zahlreich machen wie die Sterne am Himmel und den Sand am Meeresstrand.» Gen 22,17

Erste Lesung: Genesis 22,1–2.9a.10–13.15–18

Zweite Lesung: Römerbrief 8,31b–34

Evangelium: Markus 9,2–10

 

Freitag, 5. März 2021

Weltgebetstag der Frauen

Frauen aus Vanuatu (Südpazifik) haben den weltweiten Gottesdienst zum Thema «Auf festen Grund bauen» vorbereitet. 

 

Sonntag, 7. März 2021

3. FASTENSONNTAG 

Krankensonntag

«Er machte eine Geissel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus samt den Schafen und Rindern. Das Geld der Wechsler schüttete er aus und sagte: Macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle.» Joh 2,15a.16b

Erste Lesung: Exodus 20,1–17

Zweite Lesung: Erster Korintherbrief 1,22–25

Evangelium: Johannes 2,13–25

 

Namenstage: Ökumenisches Heiligenlexikon www.heiligenlexikon.de 

Liturgischer Kalender: Direktorium www.liturgie.ch

10 Jahre «Tag des Judentums»

Seit 2011 wird in der röm.-kath. Kirche der Schweiz der «Tag des Judentums» am zweiten Fastensonntag begangen. Der Gedenktag bringt die enge Verbindung von Judentum und Christentum zum Ausdruck. Schon die Konzilserklärung Nostra aetate rief in Erinnerung, dass Jesus, seine natürliche Familie wie auch die Jünger und Apostel jüdisch waren. Nach Jesu Auferstehung breitete sich die jüdische-messianische Gemeinde rasch unter den Völkern aus. 

Juden und Christen werden zu Recht als «Geschwister im Glauben» bezeichnet. Geschwister sind oft unterschiedlich und streiten sich gerne. Die Rivalität zwischen Judentum und Christentum um das biblische Erbe hat tatsächlich die Jahrhunderte geprägt. Ein christlicher Antijudaismus hat viel Leiden über das jüdische Volk gebracht. Er hat dazu beigetragen, dass in der Moderne der Antisemitismus entstehen konnte, der seinen traurigen Höhepunkt in der Schoa gefunden hat, in der sechs Millionen Juden und Jüdinnen umgebracht wurden. Der «Tag des Judentums» ist ein Tag in der Fastenzeit, in der die Kirche Busse tut und umkehrt. Sie sucht Versöhnung auch mit der Schuld, die sie in Bezug auf das jüdische Volk in Wort und Tat auf sich geladen hat. 

Ausschnitt aus der Erklärung der Jüdisch/Röm.-kath. Gesprächskommission (JRGK) zu 10 Jahre «Tag des Judentums». www.bischoefe.ch (ksc)