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Kirchenfinanzen

Nicht nur für Erträge aus Kirchensteuern natürlicher Personen ist – über die Anzahl der Kirchensteuerzahlenden – die Mitgliederentwicklung der wichtigste Faktor, sondern auch für die anderen beiden Ertragsquellen. Denn die Existenz und Höhe der Kirchensteuern von Unternehmen wie der Beiträge der öffentlichen Hand hängen nicht zuletzt von der Zahl der Kirchenmitglieder, ihrem Anteil an der gesamten Wohnbevölkerung und ihrer Fähigkeit ab, auf breiter Basis das Zusammenleben in der Gesellschaft mitzuprägen.

Ein detaillierter Blick auf die Entwicklung der letzten zehn Jahre zeigt, dass die Zahl der Kirchenmitglieder 2014 ihren Höhepunkt überschritten hat. Seit 2015 vermögen das Bevölkerungswachstum und der früher positive Migrationssaldo den Rückgang der Mitglieder aufgrund der demografischen Entwicklung (Überalterung) und als Folge der Kirchenaustritte nicht mehr zu kompensieren.

Die Ecoplan-Studie zeigt deutlich auf, dass die Annahme, der Mitgliederrückgang werde durch wachsende Erträge auch in Zukunft weitgehend kompensiert, trügerisch ist. Grund für den irreführenden Eindruck ist, dass die Kirche derzeit finanziell noch von starken Jahrgängen guter Steuerzahlender profitiert. Werden diese nicht durch entsprechend nachwachsende Generationen ersetzt, kommt es zu einem sich beschleunigenden Rückgang.

Daniel Kosch, Generalsekretär der römisch-katholischen Zentralkonferenz der Schweiz mit Sitz in Zürich.

Vollständiger Artikel: https://www.kirchenzeitung.ch/article/die-zukunft-der-kirchenfinanzen-23943