Jugend

Vom Simulator auf die Rennstrecke

von Julia Gurtner 

Samuele Sasso ist 16 Jahre alt und kommt aus Solothurn. Zurzeit macht er eine Lehre als Elektroplaner. Gemeinsam mit einem Freund hat er das Racing-Team «Sabil-Racing» gegründet, an dem er mit viel Motivation arbeitet. Mit dem Racing beschäftigt er sich seit rund vier Jahren, vor allem im Bereich Simracing, also virtuellem Motorsport am Computer. In seiner Freizeit dreht sich vieles ums Fahren und um sein Racing-Team, in das er aktuell viel Zeit investiert. Daneben verbringt er gerne Zeit mit seiner Familie und seinen Freunden.

Samuele, du hast ein eigenes ­Racing-Team gegründet. Wie kam es dazu? 
Das Team «Sabil Racing» gehört mir und einem Kollegen, wir haben es gemeinsam gegründet. Kennengelernt haben wir uns über TikTok, weil wir beide Videos über Motorsport und Simracing gemacht haben. Dabei haben wir gemerkt, dass wir die gleichen Ziele haben: Wir möchten professionelle Rennfahrer werden und zeigen, dass das auch möglich ist, wenn man später mit dem Motorsport anfängt. Mein Teamkollege ist 19 und ich bin 16 Jahre alt. Viele Rennfahrer starten schon mit fünf oder sechs Jahren im Kartsport. Wir wollen zeigen, dass man seinen Traum trotzdem noch erreichen kann, auch wenn man später einsteigt. Deshalb fahren wir nicht nur im Simulator, sondern auch in echten Rennen. Aktuell sammeln wir unsere ersten Erfahrungen in der Schweizer Mietkartmeisterschaft. Unser Ziel ist es, zu beweisen, dass man auch mit einem späteren Start im Motorsport erfolgreich sein kann.

Was hat dich dazu motiviert, nicht nur mitzumachen, sondern selbst etwas auf die Beine zu stellen? 
Mir gefällt es sehr, Verantwortung zu übernehmen, nicht nur für meine eigene Karriere, sondern auch, um anderen zu helfen. In unserem Team sind auch Fahrer, die Kart fahren, und ich möchte sie ebenfalls unterstützen. Wenn wir grösser werden, möchten wir auch versuchen, ihnen zum Beispiel finanzielle Unterstützung über Sponsoren zu ermöglichen und nicht nur auf uns selbst zu schauen. 

Was hast du gelernt beim Aufbau des Teams? 
Sicher, vieles kann unerwartet passieren, bisher zum Glück nichts Negatives. Das Wichtigste, was wir gelernt haben, ist, dass es viel Geduld braucht, genauso wie Zeit und auch finanzielle Mittel bzw. Sponsoren, um seine Ziele zu erreichen. Gute Planung und Organisation sind dabei extrem wichtig; da hilft mir aber meine Lehre als Elektroplaner, dort sind diese beiden Eigenschaften auch sehr zentral.  

Du engagierst dich nicht nur im Sport, sondern feierst auch deine Firmung. Gibt es Werte, die beide Bereiche verbinden?
Ja, auf jeden Fall der Glaube an Gott. Er hilft mir besonders in schwierigen Momenten, die es auch schon gegeben hat. Vor Rennen bete ich oft, dass alles gut geht und ich keinen Unfall habe. Auch allgemein, wenn es mal nicht gut läuft, hilft mir der Glaube, runterzufahren und wieder ruhiger zu werden.

Samuele und sein Team sind auf Instagram unter «sabilracingteam» zu finden.