Jugend

Der Glauben ­verbindet

von Alina Nussbaumer

Mira Schütz ist 16 Jahre alt und besucht die Kantonsschule Solothurn mit dem Schwerpunkt in Biologie und Chemie. Der Glaube spielt für sie eine grosse Rolle – schon seit ihrer Kindheit. Daher war für sie früh klar: Sie möchte sich firmen lassen. Seit eineinhalb Jahren bereitet sie sich – genau wie ich – auf die Firmung im Juni 2025 vor. Im Interview erzählt sie, wie sie diese Zeit erlebt hat.

Mira, warum hast du dich für die Firmung entschieden?
«Der Glaube ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens – ich bin damit aufgewachsen. Mein Glaube hat sich mit der Zeit vertieft. Die Firmung bedeutet für mich, meinen Glauben zu bestärken und mich intensiv damit zu befassen. Die Vorbereitungstreffen haben mir eine neue Perspektive eröffnet.»  

Wie läuft die Firmvorbereitung ab? 
«Die Vorbereitung dauert knapp zwei Jahre und ist in zwei Etappen gegliedert: In der ersten Etappe haben wir verschiedene Anlässe besucht, oft mit praktischen Einsätzen – etwa Orangenverkauf für «Terre des hommes», Mithilfe beim Firm-Apéro oder Begleitung des Samichlaus. Dabei waren wir in Kleingruppen aktiv. Die zweite Etappe dreht sich konkreter um die Firmung. Wir haben das Motto festgelegt, über Firmpatinnen und -paten gesprochen und kirchliche Themen vertieft. Bald steht unser Ausflug nach Einsiedeln an. Während der zweiten Etappe treffen wir uns in der gesamten Gruppe.

Wie hast du die Vorbereitung erlebt? 
«Sehr positiv. Es war schön, bekannte Gesichter aus der Zeit der Erstkommunion wiederzutreffen und neue Menschen kennenzulernen – wie dich zum Beispiel. Besonders spannend fand ich den Austausch über den Glauben. Ein spezielles Treffen war das Drehen von Werbevideos für das Firmprojekt, bei dem wir die Motivation der anderen besser verstanden haben.» 

Gab es für dich ein besonderes Highlight? 
«Das Firmweekend. Der Morgenspaziergang am Sonntag war sehr meditativ, und der Spieleabend zuvor hat uns als Gruppe zusammengeschweisst. Besonders eindrücklich war die Auseinandersetzung mit verschiedenen Glaubensbekenntnissen – das gab neue Perspektiven auf den eigenen Glauben.»

Wie würdest du die Gemeinschaft in der Firmgruppe beschreiben?
«Anfangs kannte man nur die eigene Einsatzgruppe. Am Firmweekend sind wir wirklich als Gemeinschaft zusammengewachsen. Es war spannend, Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen – sei es bezüglich Schule, Beruf oder Zukunftspläne – kennenzulernen. Man sieht, dass der Glaube Menschen verbindet.» 

Für mich, die die Firmvorbereitung zusammen mit Mira erlebt, steht fest: Der Glaube verbindet – und genau das macht die Firmung für uns so besonders. Danke, Mira, dass du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast.