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Kirche und Welt
Neuer Studiengang Seelsorge
Ein Meilenstein ist für die kirchliche Ausbildung in der Deutschschweiz gesetzt worden: Nach sechs Jahren intensiver Verhandlungen und Vorbereitungen haben sich die Bistümer Chur, Basel und St. Gallen gemeinsam mit den theologischen Fakultäten Fribourg, Luzern und Chur auf ein dual angelegtes Studien- und Praxismodell für künftige Seelsorgende geeinigt. Damit soll Quereinsteigenden der Zugang zum Seelsorgeberuf erleichtert werden. Das neue Modell erlaubt deshalb einen stufenweisen Einstieg: Interessierte, auch ohne Matura, beginnen neben ihrem angestammten Beruf mit einer religionspädagogischen Ausbildung am RPI oder mit dem theologischen Studiengang des TBI. Anschliessend erfolgt der Übergang in eine Anstellung zu 40 bis 50 Prozent in einer Ausbildungspfarrei oder in der Spezialseelsorge – parallel zum weiterführenden Studium an einer theologischen Fakultät. Ab Herbst 2026 sollen die ersten Studierenden an einer der drei theologischen Universitäten starten. Die Aufnahmeverfahren laufen bereits. Die Zielgruppe des neuen dualen Studiengangs sind nicht jüngere Schulabgänger, sondern berufserfahrene Menschen, die den Traum eines Seelsorgeberufs schon länger in sich tragen und nun einen Neuanfang wagen möchten. kath.ch