Aktuelle Nummer 23 | 2019
10. November 2019 bis 23. November 2019

Jugend

«Ich nehme sie als mündige Christen ernst»

von Daniele Supino

Kuba Beroud wohnt (noch) im Kanton Luzern, ist 47 Jahre alt, verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder. In der Freizeit liest und reist er gerne. Nach einer Kochlehre und einer langen Zeit als Hausmann in Luxemburg, Montreal und Budapest hat er die Ausbildung zum Religionspädagogen in Luzern absolviert. Seit zweieinhalb Jahren arbeitet er für die Jugendseelsorge Gäu.

Kuba, wir treffen uns am Abend, du arbeitest vor allem abends?
Ja, denn unsere Zielgruppe ist tagsüber in der Schule oder in der Lehre. Wenn wir sie erreichen wollen, dann schaffen wir das am Abend oder am Wochenende.

In welchen Bereichen engagiert ihr euch?
Grob gesagt sind es drei Gebiete, in denen ich und mein Kollege Simon Spielmann tätig sind: die Ministrantenpastoral, wo ich als Koordinator die Ministrantenscharen vernetze und die Leiter unterstütze, die Firmvorbereitung, wo wir gerade das Firmprojekt 17+ lanciert haben und die Jugendseelsorge allgemein.

Was bedeutet für dich Jugendseelsorge?
Für mich ist das Begleiten der Jugendlichen ins Erwachsenenalter; mit ihnen eine Beziehung aufzubauen –  und das ohne irgendwelche Erwartungshaltung, z. B. dass sie die Kirche besuchen müssen.

Was macht ihr konkret?
Beziehungsarbeit beginnt im Kleinen: Wir organisieren einen «Game-Abend», ein Midnight-Basket und seit zwei Monaten gibt es an der Oberstufe Neuendorf das Angebot «Spielen und Chillen», jeweils am Mittwochnachmittag von 12 bis 18 Uhr. Es gibt auch kirchennähere Angebote, wie das Teilnehmen am Ranfttreffen, die Taizé-reise und verschiedene Jugendmessen.

Wie erlebst du die Jugendlichen?
Sie sind sehr offen, das habe ich an der letzten Jugendmesse wieder erfahren, als es um das Thema «Ängste» ging. Und im Moment, zumindest im Raum Gäu, suchen sie das Besinnliche, wie z. B. die Meditation bei Kerzenlicht, und weniger Rock und Power!

Worauf legst du Wert bei deiner Arbeit?
Mir ist es wichtig, dass ich die Jugendlichen mit all ihren Ecken und Kanten als mündige Christen ernst nehme. Bei mir dürfen sie Projekte anreissen, ausprobieren und umsetzen. Ich unterstütze sie dabei mit meiner Energie, mit meinen Ressourcen und vor allem mit meiner christlichen Haltung. 

Ihr seid auch auf Facebook!
Ja, da kann man nachschauen, was wir alles so tun. Facebook ist aber nur ein Kanal, um die Jugendlichen zu erreichen. Fast wichtiger sind WhatsApp, die Mund-zu-Mund-Propaganda, Flyer, die Elternabende und die Besuche in den Schulklassen, an denen wir uns vorstellen.

Welche sind eure nächsten Anlässe?
In der ersten Sommerferienwoche haben wir das JuBla-Lager, darauf folgt gleich das Ministrantenlager! Und am 26. August steht das Midnight-Basket an. 

www.facebook.com/jugend.raum.gaeu