Aktuelle Nummer 23 | 2019
10. November 2019 bis 23. November 2019

Friedens- und Wunschstein

Im Hinblick auf den Bruder-Klaus-Festtag vom 25. September tritt das Gedenkjahr «Mehr Ranft» nochmals in den Mittelpunkt, auch in Solothurn. Hier wurde mit viel Prominenz aus Kirchen und Politik der «Friedens- und Wunschstein Bruder Klaus» eingeweiht. Er ergänzt das Bruder-Klaus-Denkmal in der Chantierwiese beim Kinderspielplatz östlich der Solothurner Altstadt. Dort steht seit 1981 die Bruder-Klaus-Figur von Hans Borer. Sie ist zum 500-Jahr-Gedenken an die Aufnahme Solothurns in die Eidgenossenschaft errichtet worden. Landammann Remo Ankli erinnert denn auch in seiner Ansprache an die Leistungen von Niklaus von Flüe für den Erhalt des Friedens in der damaligen Eidgenossenschaft und die Aufnahme Solothurns in den Bund.  

Der «Friedens- und Wunschstein Bruder Klaus» soll das Anliegen von Niklaus von Flüe auch für die Gegenwart wachhalten. Der Solothurner Philosoph und Künstler Simon Reitze entwarf das Konzept zur Erweiterung des Denkmals für die Wünsche und Hoffnungen von heute und hat die Mittel für die Realisierung organisiert. Der Thaler Bildhauer Norbert Eggenschwiler hat die runde Skulptur geschaffen. Sie besteht oben aus einer Schiefer-Deckplatte, auf der die Wünsche und Bitten aufgezeichnet werden können. Mit diesen aufgetragenen Wünschen entsteht das Kunstwerk immer neu und das Wirken von Bruder Klaus wird aktualisiert. Rundum ist das Wort «Frieden» in zahlreichen Sprachen und Schriften eingraviert. Das Fundament besteht aus einem Stein aus dem Ranft, den eine Delegation aus Obwalden überbracht hat. In der ökumenischen Einweihungsfeier würdigten die Vertretungen der Stadt und der Solothurner Landeskirchen, darunter auch Bischof Felix, das Wirken von Bruder Klaus und seine Bedeutung als Friedensstifter, Brückenbauer und Integrationsfigur.

www.friedens-wunsch.ch