Aktuelle Nummer 26 | 2018
09. Dezember 2018 bis 22. Dezember 2018

Kirche und Welt

Interreligiöse Erklärung zu Flüchtlingsfragen

Unter dem Titel «Gegenüber ist immer ein Mensch» haben Vertreter von Christen, Juden und Muslimen eine interreligiöse Erklärung zu Flüchtlingsfragen unterzeichnet. Darin formulieren sie fünf Appelle zur schweizerischen Flüchtlingspolitik. Sie fordern, dass der «Schutz vor Ort» ein wichtiges Ziel der Schweizer Aussenpolitik sein soll. Im Asylverfahren soll der Flüchtlingsbegriff gemäss der Genfer Flüchtlingskonvention umfassend angewendet werden. Vom Bürgerkrieg betroffene Menschen sollen nicht nur eine vorläufige Aufnahme, sondern den Flüchtlingsstatus erhalten. Die Religionsgemeinschaften sehen Chancen, dass sie mit ihrer Freiwilligenarbeit eine frühzeitige Integration von Flüchtlingen unterstützen könnten. Damit diese Integration gelingt, erwarten sie von den Migrantinnen und Migranten die Respektierung hiesiger Regeln. Die in der Bundesverfassung verankerten Werte müssten von allen eingehalten werden. Personen, welche die Kriterien für die Aufnahme nicht erfüllen, haben Anspruch auf eine «Rückkehr in Würde». Dazu gehören «menschenrechtliche Standards beim Vollzug der Wegweisung und die Beachtung des Kindeswohls in jeder Situation.»  

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