Aktuelle Nummer 23 | 2019
10. November 2019 bis 23. November 2019

Jugend

Die Igelstation des Tierheims Aarebrüggli Grenchen

von Sophie Deck

Auch Tiere sind Geschöpfe Gottes und brauchen oftmals Hilfe. Das Tierheim «Aarebrüggli Grenchen» nimmt die verschiedensten Arten bei sich auf. Für die besonders im Herbst gefährdeten Igel wird eine Igelstation betrieben. Der Tierpfleger Bruno Rubin erklärt, wie man mit den Igeln am besten umgeht.

Warum braucht es die Igelstation?
Wir Menschen nehmen den Igeln immer mehr Lebensraum weg. Dadurch fehlt es ihnen oftmals an Futter, das sie brauchen, um ihren Winterschlaf zu überleben. Jetzt im Herbst werden oftmals junge Igel in Gärten oder auf der Strasse gefunden, die nach Futter suchen. Wenn diese Igel Hilfe brauchen, sind wir die Anlaufstelle dazu.

Welche Igel werden zu ihnen gebracht?
Momentan sind es vor allem junge Igel, die zu klein sind, um den Winter zu überstehen. Der Futtermangel ist für sie ein grosses Problem, da sie zum Wachsen Energie brauchen. Manchmal werden auch vergiftete oder verletzte Igel vorbeigebracht.

Wie erkennt man, dass ein Igel Hilfe braucht? 
Wenn sich ein Igel stundenlang nicht bewegt oder sich nicht mehr versteckt, ist das ein Anzeichen dafür, dass er Hilfe braucht. Wenn er in der Sonne liegen bleibt, oder wenn er in Seitenlage gefunden wird, ist sicher etwas nicht in Ordnung. Ausserdem werden Igel, die nicht grösser als eine Faust sind, den Winter nicht ohne Hilfe überleben.
Um einen Igel anzufassen, sollte man erstmal Gartenhandschuhe anziehen und sich so vor den Stacheln schützen. Flieht der Igel und lässt sich nicht einfangen, dann ist vermutlich alles in Ordnung. Übermässig empfindlich sind Igel nicht, man kann also ganz normal zupacken.

Wie viele Igel werden pro Woche etwa vorbeigebracht?
Im Herbst sind es pro Woche etwa fünf bis zehn. Aber nicht alle brauchen wirklich Hilfe. Diejenigen Igel, denen es gut geht, werden dann wieder zum Fundort zurückgebracht. Es ist aber besser, wenn sich die Leute eher zu viele Sorgen machen, als sich gar nicht um diese kleinen Geschöpfe zu kümmern.

 

Für mehr Informationen: www.pro-igel.ch