Aktuelle Nummer 19 | 2020
13. September 2020 bis 26. September 2020

Jugend

«Frieden für mich und dich – für uns alle»

von Carmen Ammann

Kurz vor Weihnachten entzündete ein Kind in der Geburtsgrotte von Bethlehem ein Licht, welches mit dem Flugzeug nach Wien gebracht wurde. Von dort aus wurde das Friedenslicht in über 30 Ländern Europas und in Übersee weitergegeben. Ein kleines Licht – als Zeichen des Friedens – wurde von Mensch zu Mensch weiter geschenkt. Unter dem Motto «Achtsam sein» hatte dieser Akt der Solidarität Menschen verschiedener Kulturen und Weltanschauungen verbunden.
Am 15. Dezember reisten neun Jugendliche aus Luterbach nach Zürich, um dieses Friedenslicht abzuholen und in die Pfarrei zu bringen. Der Anlass fand im Rahmen ihrer Firmvorbereitung statt. Aber wie war dieser Tag aus der Sicht der Jugendlichen und was hielten sie davon? Anina G. aus Luterbach beantwortete mir einige Fragen:

Anina, was habt ihr als Firmgruppe beim Abholen des Friedenslichts erlebt? 
Mit dem Zug reisten wir von Luterbach nach Zürich und hatten einen coolen Tag. Wir besuchten die Bahnhofkirche und den Weihnachtsmarkt. Anschliessend gingen wir zum Hafen und warteten auf das Schiff mit dem Friedenslicht. Insgesamt entzündeten wir vier Kerzen am Friedenslicht und brachten das Licht nach Luterbach in die Kirche. Dort endete der Anlass mit einem kurzen spirituellen Impuls. Auf unserer Reise begleiteten uns auch verschiedene Personen aus den beiden Pfarreien Luterbach und Derendingen.

Das diesjährige Motto des Friedenslichts lautete «Achtsam sein» – was bedeutet Achtsamkeit für dich persönlich?
Achtsamkeit heisst für mich, dass man zu etwas Sorge trägt.

Das Friedenslicht wird auf der ganzen Welt verteilt und ist ein Symbol für Frieden und Gemeinschaft. Wenn du einen Wunsch frei hättest an unsere Welt, welcher wäre das?
Mein Wunsch wäre, dass es auf der ganzen Welt keinen Krieg mehr gäbe und wir alle in Frieden miteinander leben könnten.

Das Licht des Weihnachtsfriedens brannte in der Kirche bis zum 6. Januar 2020, damit alle die Möglichkeit hatten, das Friedenslicht aus Bethlehem für die Weihnachtszeit mit nach Hause zu nehmen.