Aktuelle Nummer 17 | 2020
16. August 2020 bis 29. August 2020

Jugend

Nach­gefragt

von Kuba Beroud

Seit fast sechs Jahren bin ich in der Jugendseelsorge im Pastoralraum Gäu tätig, eine gute Gelegenheit, bei drei Jugendlichen über ihre Erfahrungen mit der kirchlichen Jugend­arbeit nachzufragen. Stefanie von Rohr, Noël Wullschleger aus Egerkingen und Elia Thommen aus Oberbuchsiten wirken in den Ministrantenleitungsteams ihrer Pfarrei mit.

Elia, Noël, ihr seid mittlerweile volljährig. Warum seid ihr noch bei den Ministranten dabei?
Elia: Das Ministrieren macht mir weiterhin Spass und ich finde es wichtig, die jungen, unerfahrenen Minis zu unterstützen. Dazu ist das Ministrieren eine tolle Abwechslung zum Alltag.
Noël: Ich fühle mich mit der Ministrantenschar verbunden und es macht immer riesigen Spass, wenn man mit den Minis etwas unternehmen kann.

Stefanie, du bist die Dienstälteste in der Runde. Was müsste sich in den Pfarreien verändern, damit sich mehr junge Menschen in der Kirche zu Hause fühlen?
Ich wünschte mir, dass die christlichen Botschaften und Inhalte verständlich und zeitgemäss vermittelt werden. Die Verkündigung sollte unbedingt mit dem alltäglichen Leben der Jugendlichen zu tun haben. Alle Aktivitäten in den Pfarreien, aber auch die Anlässe mit der Ministrantenschar müssten als «Mitwirken in der Kirche» wahrgenommen und geschätzt werden.

Seit sechs Jahren ist die Jugendseelsorge im Pastoralraum Gäu am Wirken. Was waren für euch die Highlights, die ihr miterleben durftet?
Elia: Die Highlights waren sicher die alljährlichen Ranftreffen und die Jugendreise nach Krakau in Polen mit der sehr positiven Wahrnehmung eines osteuropäischen Landes. 
Stefanie: Es war vielleicht nicht ein Highlight, aber eine wichtige Erfahrung für mich: Am ersten «Midnight Sports»-Anlass rissest du, Kuba, dir die Achillessehne und ich brachte dich ins Spital. Die anderen Jugendlichen übernahmen Verantwortung für den Schluss des Anlasses. Da erlebte ich einen positiven Zusammenhalt und Zuverlässigkeit. Das war sehr beeindruckend. 

Gab es auch Projekte in unserem Pastoralraum, die ihr mit organisiert habt? 
Elia: Ja, bei der «Movie-Night», die jedes Jahr bei uns stattfindet. Da bin ich mit meinen Kollegen im Organisationsteam. Auch ein «Angel-Force-Event» habe ich mit organisiert.
Stefanie: Ich habe bei den zwei Pastoralraum-Minifesten mitgewirkt. Da entstand eine coole Gruppe Jugendlicher, die den Anlass geplant und durchgeführt hat. 
Noël: Bei den Projekten für den Pastoralraum habe ich noch nicht mitgewirkt. Bei den Ministrantenanlässen in unserer Pfarrei erfahren wir aber seitens der Jugendseelsorge grosse Unterstützung. 

Gibt es auch Jugendangebote, die ihr bei der Jugendseelsorge vermisst?
Noël: Nein, eigentlich nicht. Ich finde es super, dass es immer wieder neue Angebote gibt. 

 

Ich danke euch für das Interview.