Aktuelle Nummer 23 | 2019
10. November 2019 bis 23. November 2019

Jugend

«Es geht darum, raus zu gehen und Spass zu haben»

von Céline Hoog

Der 21-jährige Patrick Egger aus Deitingen ist ein junger, motivierter Fasnächtler. Er ist Mitglied des FC Deitingen, der den jährlichen Maskenball gestaltet, sowie Leiter in der JuBla (Jungwacht Blauring) Deitingen. Nebst seinem Beruf als Informatiker dreht sich bei ihm auch privat viel um die Fasnacht. Zusammen mit zwölf anderen JuBla-Mitgliedern gestaltet er auch noch einen Wagen für den Umzug. Wir haben mit ihm ein Gespräch geführt über die närrischste Zeit des Jahres. 

Unter welchem Motto steht die diesjährige Fasnacht?

Der Maskenball des FC steht unter dem Motto «Chäswil hebt ab». Nach diesem Motto wird die ganze Dekoration des Maskenballs gestaltet. Der Kindermaskenball wird von der JuBla organisiert. Es sind einige Leiterinnen und Leiter, die sich treffen und kreative Ideen zusammenbringen. Aber auch die Kinder selbst können ihre Ideen einbringen.

Nach welchen Kriterien bestimmt ihr eure Verkleidung?

Es ist jeweils sehr spontan. Manchmal nehmen wir eine bestimmte Szene aus einem Film zum Anlass für unsere Verkleidung und erfinden noch etwas dazu. Einmal waren wir mit einer drei Meter langen Rutschbahn unterwegs. Unsere Verkleidungen orientieren sich auch nicht immer zwingend am Motto. In der Vergangenheit waren wir bereits Piraten mit Booten, Flamingos, auf denen Prinzessinnen ritten, Getränkedosen, Jäger und vieles mehr.

Ihr gestaltet auch einen Wagen für den Umzug. Wie organisiert ihr das?

Wir sind insgesamt 13 Leute, die an diesem Wagen arbeiten. Wir haben Anfang Januar begonnen, das heisst, schlussendlich sind wir ungefähr zwei Monate am Basteln, bis er fertig ist.

Was gefällt dir besonders an der Fasnacht?

Nebst dem JuBla-Lager ist die Fasnacht jedes Jahr ein Highlight für mich. Es beginnt bereits bei der Vorbereitung: Sich mit anderen zu treffen und Ideen zu verwirklichen. Aber vor allem mag ich die Tatsache, in eine andere Rolle zu schlüpfen. Die Fasnacht ist eine Zeit, in der es trotz kaltem und vielleicht schlechtem Wetter darum geht, raus zu gehen, Spass zu haben und fröhlich zu sein.

Wofür engagiert ihr euch sonst noch in der JuBla und was bedeutet dir diese Gemeinschaft persönlich?

Ich bin nun seit zehn Jahren bei der JuBla dabei, gegenwärtig in der Funktion als Leiter. Wir treffen uns wöchentlich mit den Kindern und unternehmen Verschiedenes – immer auch den Jahreszeiten entsprechend. Ein grosses Projekt ist das jährliche JuBla-Lager. Wir übernachten jeweils in Zelten in der freien Natur, und während dieser Zeit gilt auch für alle ein HandyVerbot. Mir persönlich ist der Bezug zur Natur in der JuBla sehr wichtig. Ausserdem – wie das Motto «Lebensfreu(n)de» der JuBla bereits sagt – geht es darum, Kontakte fürs Leben zu knüpfen. Die JuBla ermöglicht ein Zusammensein von den ganz Jungen bis zu den Ehemaligen.

 

 

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Patrick Egger