Aktuelle Nummer 07 | 2020
29. März 2020 bis 11. April 2020

Corona-Pandemie: Keine Gottesdienste bis 19. April 2020

Alle kirchlichen Akteure sind gebeten, sich regelmässig über die Vorschriften der nationalen und kantonalen Gesundheitsbehörden zu informieren. Alle kirchlichen Veranstalter stehen in der Verantwortung, situativ angemessen zu entscheiden. Selbstverständlich sind auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Veranstaltungen angehalten, sich und ihr Umfeld zu schützen und bei Krankheitssymptomen zu Hause zu bleiben.

Aufdatierte Massnahmen vom 17. März 2020


Thomas Jann, Kanzler 
Aktualisiert: 17.3.2020
 

Links

Fernseh- und Radioanstalten ermöglichen die Teilnahme an den Feiern der Kirche, z.Bsp.: SRF, ZDF, ORF, Radio VatikanRadio Maria, fisherman.FM, Radio Gloria usw.
Anbieter von Podcasts finden Sie hier: Internet-Radio
Medientipps finden Sie zudem unter kath.ch

 

Alternativen zum Kirchgang in der Corona-Krise

Die Corona-Krise fordert Alternativen zum Kirchgang. Radio, Fernsehen und Internet bieten viele Möglichkeiten. Häufig gestellte Fragen zu den Gottesdiensten und Gebeten aus der Ferne.

Charles Martig (kath.ch)

Ich möchte zuhause bleiben. Wie kann ich in Zeiten des Corona-Virus an einer Eucharistie teilnehmen?

Die österliche Busszeit lädt ein, das Leben mit Gott zu erneuern und uns so auf Ostern, das Fest des neuen Lebens, vorzubereiten. Auf Radio SRF 2 Kultur und Radio SRF Musikwelle gibt es am 15. März einen Live-Gottesdienst aus Ilanz. Diese Eucharistiefeier ist auch im Internet auf einem Live-Stream zu verfolgen. Diese Feier beginnt um 10 Uhr.

Neben den Gottesdiensten bietet SRF in Zusammenarbeit mit den Landeskirchen auch Radiopredigten an. Diese werden jedes Wochenende ab 10 Uhr im Radio SRF 2 Kultur und Radio SRF Musikwelle ausgestrahlt. Im Internet sind diese Predigten auf radiopredigt.ch zu finden. 

Wer gerne mit Papst Franziskus die Morgenmesse aus der Casa Santa Marta mitfeiern möchte, kann dies täglich um 6.55 Uhr auf dem Live-Stream von Vatican News tun. Die Eucharistiefeiern sind auf italienisch – mit einer Übersetzung ins Deutsche.

Das Bistum St. Gallen überträgt an den Fastensonntagen und an den hohen Feiertagen aus der Dompfarrei die Eucharistie.

Auch katholisch.de bietet online einen Live-Service mit Gottesdiensten aus dem Kölner Dom, dies in Zusammenarbeit mit dem Domradio.

Sind das richtige Messen?

Römisch-katholische Gottesdienstübertragungen im Radio, Fernsehen oder Internet-Live-Stream gelten als gültige Eucharistiefeiern. Es geht dabei um die «volle, bewusste und tätige Teilnahme» der Gläubigen an der Feier. Wenn dies der Fall ist, kann auch zeitversetztes Schauen oder Hören der Eucharistiefeier gültig sein.

In der digitalen Welt sind alle Gottesdienstübertragungen mindestens um einige Sekunden versetzt zum ursprünglichen Ereignis. Das hat die römisch-katholische Kirche dazu bewogen, diese zeitliche Differenz zu akzeptieren.

Macht es einen Unterschied, ob ein Gottesdienst live oder voraufgezeichnet wurde?

Ja, dem ist so. Voraufgezeichnete Gottesdienste haben nicht den gleichen Stellenwert. Sie sind Dokumentation eines Ereignisses, zum Beispiel die Papstmesse in Genf vom Juni 2018.

Der Live-Gottesdienst, auch wenn er zeitversetzt ist, entspricht der liturgischen Intention, dass eine Gemeinschaft von Gläubigen unter der Leitung eines Priesters oder Bischofs gemeinsam das Sakrament feiert. Mehr zum Sakrament der Eucharistie im Dossier von kath.ch.

Gibt es künftig mehr digitale Gottesdienste und Gebetsformen?

Es gibt immer mehr Apps und digitale Angebote, die beim Beten und Meditieren helfen. Das reicht von der Bibel-App, über katholische Gebete und Lieder bis zum Stundenbuch. Empfehlenswerte Apps finden sich im Dossier von kath.ch.

Wer eine aktuelle Fürbitte beten möchte, findet beim Liturgischen Institut ein «Corona-Virus-Gebet» für Betroffene und Hilfeleistende.

Die Redaktion von katholisch.de hat die wichtigsten digitalen Formen von Gebeten, Gottesdiensten und Online-Gemeinschaften zusammengestellt.

Sind Beerdigungen und Abdankungen in der Schweiz weiterhin möglich?

Nach den derzeitigen Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit können Beerdigungen und Abdankungen in den Deutschschweizer Pfarreien weiterhin gefeiert werden. Es dürfen jedoch nicht mehr als 100 Personen daran teilnehmen. Empfohlen wird zudem ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen Personen.

Bei grossen Abdankungsfeiern könnte diese Vorgabe zum Problem werden. Die Bistümer der Schweiz empfehlen Begräbnisfeiern nur im Familienkreis abzuhalten oder zu verschieben. Vorbehalten ist der Entscheid des Bundesrats zur Lage in der Schweiz. Aktuelle Informationen finden sich auf der Internetseite des Bundesamtes für Gesundheit und in den Weisungen der Schweizer Bischofskonferenz.

Wo erhalte ich eine Übersicht über alle Online-Sendungen zu Kirche und Religion in deutscher Sprache?

Die Redaktion des Medientipps hat die Sendungen zusammengestellt. Es sind überraschend viele Angebote aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Der Medientipp ist eine Dienstleistung des Katholischen Medienzentrums.

 

Gebet für Betroffene und andere

Die Schweizer Bischofskonferenz empfiehlt für alle am Coronavirus Erkrankten sowie für das medizinische Fachpersonal zu beten. Sie ruft dazu auf, wegen der besonderen Lage, nicht in Panik zu verfallen, sondern Ruhe zu bewahren und das Vertrauen in unseren Herrn zu wahren.

Beten wir für alle Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die Angst haben vor einer Infektion,
für alle, die sich nicht frei bewegen können,
für die Ärztinnen und Pfleger, die sich um die Kranken kümmern,
für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmittel suchen,
dass Gott unserer Welt in dieser Krise seinen Segen erhalte.

Allmächtiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke,
viele Generationen vor uns haben dich als mächtig erfahren,
als Helfer in allen Nöten.
Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind,
und stärke in uns den Glauben, dass du dich um jede und jeden von uns sorgst.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.