«Eine Million Sterne» – Caritas Solothurn setzt ein Zeichen der Solidarität

Der diesjährige Anlass „Eine Million Sterne“ in Solothurn stand wie jedes Jahr ganz im Zeichen der Solidarität. Bei kaltem, aber klarem Wetter erstrahlte die Treppe der St.Ursenkathedrale in einem wunderschönen Lichtermeer Hunderter Kerzen. Mitarbeitende der Caritas Solothurn organisierten den Anlass gemeinsam mit Firmlingen und weiteren Helfer*innen der katholischen Kirche sowie mit Freiwilligen. Die Aktion fand zeitgleich mit rund 100 «Eine Million Sterne»-Anlässen in der ganzen Schweiz statt, bei denen Caritas insbesondere an die Lebenssituation armutsbetroffener, kranker und benachteiligter Menschen erinnern will. Auch in Flumenthal-Hubersdorf, Kleinlützel und Bettlach wurde der Anlass durchgeführt.

Vor der St. Ursen-Kathedrale war der Andrang gross. Trotz kaltem Wetter und der aktuellen Corona-Situation strömten bei Dämmerung Hunderte  Besucherinnen und Besucher herbei, um  ihre Wunschkerze abzuholen, welche ihnen im Vorfeld der Aktion jemand online mit einem Wunsch versehen und gesendet hatte. In Solothurn konnte die mit dem Wunsch versehene Kerze nun physisch entgegengenommen, angezündet und auf der St. Ursen-Treppe aufgestellt werden.

Ob der Anlass dieses Jahr stattfinden konnte, war lange Zeit nicht klar. „Wir sind sehr glücklich, dass wir „Eine Millionen Sterne“ trotz der aktuellen Corona-Situation durchführen können. Es ist wichtig, dass wir in dieser schwierigen Zeit ein Zeichen setzen und für Menschen da sein können“, so die Geschäftsleiterin von Caritas Solothurn, Fabienne Notter. Auch der Gemeindeleiter der katholischen Kirche St. Urs, Thomas Ruckstuhl, meinte: „Es ist schön, dass die Lichter dieses Jahr wieder brennen. Das tut den Menschen gut. Mit jeder Kerze ist ein Schicksal oder ein Wunsch verbunden.“

Er habe als Gemeindeseelsorger viel mit Menschen zu tun, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. „Zum Glück gibt es Organisationen wie Caritas, die diesen Menschen eine Stimme geben und zu Solidarität aufrufen.“

Neben den Wunschkerzen konnten auch vor Ort spontan Wünsche aufgeschrieben werden. Eine junge Frau las beim Anzünden ihrer Kerze ihren Wunsch vor: „Ich wünsche mir wieder mehr Gemeinsamkeit, damit die Zwietracht und die Spaltung aufhört und wir als Gesellschaft wieder mehr zusammenrücken.“ Damit sprach auch sie die aktuelle Corona-Situation an, die dieses Jahr sichtlich bewegte.

Viele Besucher*innen zündeten auch einfach eine Kerze an und stellten sie ins Kerzenmeer. Eine junge Familie meinte: „Wir kommen jedes Jahr. Es ist einfach schön, wenn man ein Licht der Freude und der Solidarität in den Himmel senden kann.“

Während dem ganzen Anlass halfen die acht Firmlinge emsig mit. „Wir verkaufen Kerzenhalter und sammeln Spenden, um Armutsbetroffenen Menschen zu helfen“, so Michaela, eine der Firmlinge. „Dank diesem Anlass weiss ich nun, dass es Menschen gibt in der Schweiz, die arm sind.“ Unterstützt wurden die Firmlinge durch zwei junge Asylsuchende aus dem Irak, welch ebenfalls mithalfen.

Die Projektleiterin von Caritas Solothurn, Lynn Kellersberger, ist zufrieden mit dem heutigen Anlass: „Es ist schön, wie viele Leute heute einen Wunsch für ihre Liebsten geschickt oder einen Wunsch für Solidarität vor Ort notiert haben. Wir haben über 200 Wunschkerzen erhalten, und heute Abend wurden unzählige weitere Kerzen mit Wünschen versehen und aufgestellt. Das zeigt doch einfach, dass es zusammen besser geht.“

 

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