Aktuelle Nummer 07 | 2020
29. März 2020 bis 11. April 2020

Kirchliche Präventionempfehlungen wegen "Corona-Virus"

Das Bistum Lugano hat am Dienstag Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus erlassen. Nun ziehen auch die Deutschschweizer Diözesen Basel, St. Gallen und Chur nach.

Die beiden Bistümer Basel und St. Gallen empfehlen für Zusammenkünfte und Versammlungen, insbesondere auch für die Liturgien eine Reihe von «Vorsichtsmassnahmen», wie sie am Donnerstag auf ihren Webseiten mitteilten.

Nur Kommunion auf die Hand

Wer Grippesymptome spüre, soll zuhause bleiben. Das gilt, «speziell auch für alle, die an Gottesdiensten mitwirken», wie das Bistum St. Gallen einschärft. Personen, die die Kommunion austeilen, werden angehalten, sich vorher die Hände zu waschen und, sofern möglich, zu desinfizieren.

Beide Diözesen empfehlen den Verzicht auf die Mundkommunion. «In der Eucharistiefeier erhalten die Gläubigen die Kommunion ausschliesslich auf die Hand», schreibt das Bistum St. Gallen.

Im Bistum St. Gallen soll das Blut Christi bei einer Konzelebration nur durch Eintauchen der Hostie eingenommen werden. Im Bistum Basel darf hingegen der letzte Priester, der kommuniziert, den Kelch austrinken, wie aus der Mitteilung hervorgeht.

Kein Handkontakt bei Friedensgruss

Im Bistum Basel soll man ab sofort auf den Friedensgruss verzichten, den sich die Gläubigen in der Regel mit einen Händedruck geben. Das Bistum St. Gallen empfiehlt demgegenüber, beim Friedensgruss auf den Handkontakt zu verzichten. «Es ist sinnvoll, darauf hinzuweisen, dass der Friedensgruss einander zugesprochen wird und kein Handkontakt erfolgen soll.»

Weihwasserbecken leeren

Beide Bistümer weisen darauf hin, dass es empfehlenswert sein könne, die Weihwasserbecken grundsätzlich zu leeren. Etwa in stark frequentierten Kirchen, schreibt das Bistum St. Gallen.

Schliesslich publizierte auch Chur als letzte der Deutschschweizer Diözesen am Donnerstagnachmittag Empfehlungen zur Prävention. Diese entsprechen bis auf wenige Unterschiede denjenigen der Bistümer Basel und St. Gallen. (bal)