Aktuelle Nummer 19 | 2020
13. September 2020 bis 26. September 2020

Papst kritisiert multinationale Konzerne

Mit deutlichen Wort kritisiert Papst Franziskus die Ausbeutung natürlicher Ressourcen durch multinationale Konzerne. Diese Schuld werde umso grösser, wenn «multinationale Unternehmen im Ausland das tun, was sie im eigenen Land nicht dürfen.

«Länder und Unternehmen aus dem Norden sind durch die Ausbeutung der Naturschätze des Südens reich geworden», sagt das Kirchenoberhaupt in seinem am Montag veröffentlichten Gebetsvideo für den Monat September. Dies habe zu einer «ökologischen Schuld» geführt.

Wer bezahlt das?

Es ist ungeheuerlich», warnt Franziskus und fragt: «Wer wird diese Schuld bezahlen?» Dabei bittet der Papst um Unterstützung und Gebet dafür, «dass die Ressourcen unseres Planeten nicht geplündert, sondern auf faire und respektvolle Weise geteilt werden.» Heute, nicht morgen, gelte es, «Verantwortung für die Schöpfung zu übernehmen». Das rund einminütige Video zeigt neben Motiven von Umweltzerstörung eine gestellte Szene, in der ein weisser Mann mit Anzug und Krawatte in einem Büro von einem schwarzen Bergarbeiter und einer indigenen Bäuerin wie zu einem Vorstellungsgespräch empfangen wird. Dabei soll er ihnen einen «Plan für nachhaltige Entwicklung» vorlegen.

Passend zum Welttag der Schöpfung

Videos mit den monatlichen Gebetsanliegen von Papst Franziskus werden vom «Gebetsnetzwerk des Papstes» zu jeweils wechselnden Themen erstellt. Zu sehen sind sie auf der Website der Initiative oder unter dem Stichwort «Das Video des Papstes» auf der Plattform Youtube.

Am 1. September begeht die katholische Kirche den Welttag der Schöpfung. Passend dazu steht auch im aktuellen Gebetsanliegen des Papstes die Umwelt im Zentrum. (cic)

Patriarch zum Tag der Schöpfung

Papst Franziskus erinnert an die ökumenische Versammlung "Frieden in Gerechtigkeit" von Basel im Jahr 1989

Sie war ein Meilenstein für die ökumenische Bewegung "Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung".