Papst zieht Fazit seiner Kanadareise

Es sei eine Reise wie keine andere gewesen, erklärte Papst Franziskus während der Generalaudienz am Mittwoch im Vatikan. Viele freudige Momente habe es gegeben, aber Sinn und Ton des Ganzen seien Nachdenken, Reue und Versöhnung gewesen. Wichtigstes Anliegen seiner Reise war laut Franziskus der gemeinsame Weg mit der indigenen Bevölkerung.

Bitte um Vergebung

Unter dem Motto «Walking together» (gemeinsam gehen) war der Papst in der vergangenen Woche sechs Tage durch Kanada gereist, um die dortigen Ureinwohner um Vergebung für die katholische Beteiligung am staatlich-kirchlichen Internatssystem zu bitten. Seine Entschuldigungsbitte wiederholte er an vielen Stationen seiner Reise.

Ursprüngliche Kulturen fördern

Vor den Vertretern aus Politik und Indigenen habe er den «aktiven Willen» von Vatikan und Kanadas Katholiken bekräftigt, «die ursprünglichen Kulturen zu fördern, mit angemessenen spirituellen Wegen und unter Berücksichtigung der Bräuche und Sprachen der Völker».

Es gehe um die Wiederherstellung der Harmonie zwischen Moderne und den Kulturen der Vorfahren, zwischen Säkularisierung und spirituellen Werten, so Franziskus weiter. Dies sei eine konkrete Herausforderung für die Sendung der Kirche. (cic/kath.ch)