Aktuelle Nummer 23 | 2019
10. November 2019 bis 23. November 2019

Rom-Woche für Schweizergarde-Interessenten

Papst Franziskus hat bei seiner Generalaudienz am Mittwoch Christen vor Boshaftigkeit und ideologisch-dogmatischer Feindseligkeit gewarnt. Auf dem Petersplatz begrüsste er des weiteren unter den deutschsprachigen Pilgern die Teilnehmer der Informationswoche der Schweizergarde.

In seiner Katechesereihe bei der Generalaudienz zur Apostelgeschichte befasste sich der Papst mit der Bekehrung des Paulus. Vom Verfasser Lukas werde der junge Saulus als Intrigant gezeichnet, der seine eigene politische und religiöse Identität absolut setze und Andersdenkende zu potenziellen Feinden reduziere.

Erst nachdem er durch den auferstandenen Christus bekehrt worden war, habe Paulus begriffen, dass es «nicht Personen zu bekämpfen gilt, sondern das Böse, das ihre Taten beeinflusst». Generell gelte: Wer ein Mitglied der Kirche trifft, treffe Christus selbst. «Auch all jene die ideologisch sind oder die die Reinheit der Kirche wollen, treffen Christus!», ergänzte der Papst in freier Rede.

In seinem Gruss an deutschsprachige Pilger erwähnte Franziskus eigens die Teilnehmer der Informationswoche der Schweizergarde sowie eine deutsche Schulgemeinschaft. (cic)

Schweizergarde bietet neue Schnupperwoche im April an

Junge Schweizer können sich im Frühjahr 2020 bei einer «Schnupperwoche» über die Arbeit der Schweizergarde im Vatikan informieren. Für den 14. bis 18. April 2020 ist eine ausserordentliche Schnupperwoche geplant, wie die Garde am Montag bekannt.

Grund für den Zusatztermin sei grosse Nachfrage bei der derzeitigen Informationswoche (6. bis 10. Oktober). Derzeit sind gemäss Mitteilung der Garde 22 Jugendliche zwischen 17 und 20 Jahren aus der ganzen Schweiz zur Informationsveranstaltung der Päpstlichen Schweizergarde in Rom und im Vatikan.

Auf dem Programm steht neben dem Austausch mit erfahrenen Gardisten auch eine Teilnahme an der wöchentlichen Generalaudienz mit Papst Franziskus. Begleitet werden die jungen Leute durch Pfarrer Ruedi Heim aus Bern und Bernhard Messmer, Leiter der Informations- und Rekrutierungsstelle der Päpstlichen Schweizergarde.

Aufgaben der Garde

Die Schweizergarde ist die militärische Schutztruppe der Päpste. Sie ist in erster Linie für die Sicherheit des Papstes verantwortlich. So begleiten Gardisten das Kirchenoberhaupt etwa auf seinen Reisen. Im Vatikan kontrollieren die Schweizer etwa Eingänge zum Vatikanstaat und nehmen Ordnungs- und Ehrendienste wahr.

Die Sollstärke der Päpstlichen Schweizergarde wurde unter Papst Franziskus auf 135 Mann erhöht. Zur Nachwuchsgewinnung setzt die Garde auch auf die Schnupperwoche: Eine «beachtliche Anzahl Teilnehmer» der Schnuppertruppe tritt laut der Mitteilung der Garde später in die Schutztruppe ein. (cic)