Aktuelle Nummer 13 | 2021
20. Juni 2021 bis 03. Juli 2021

«Die Perspektiven neuer Pastoral sind auf sämtliche Formen partnerschaftlich orientierten Liebens und Familieseins bezogen.»

«Heiliger Boden»: Hanspeter Schmitt sieht Basel und St. Gallen als Trendsetter

Feinschwarz

(kath.ch) «Die Bischöfe Gmür und Büchel wählen einen anderen Ansatz. Sie öffnen in ihrer Implementierung von Amoris Laetitia den Horizont für eine wirklich ungeteilte, ausschliesslich auf die Qualität personalen Liebens bezogene pastorale Praxis und Anerkennung.

Wenn dabei aktuelle Fragen wie der Sakramentenempfang oder Segnungsformen unerwähnt bleiben, ist das der Beachtung vor Ort liegender Kompetenzen für die weitere angemessene Implementierung geschuldet. Der pastoraltheologische Horizont dafür ist jedenfalls eröffnet.

Vor allem aber wird in diesem Horizont deutlich, dass eine Pastoral, die im Dienst der ungeteilten Wahrnehmung und Respektierung humaner Liebe und der von Gott geliebten Geschöpfe steht, die erste und eigentliche Lehrmeisterin kirchlicher Akteure und kirchlicher Doktrin ist.»

Der Churer Ethiker Hanspeter Schmitt lobt in einem Beitrag für «Feinschwarz» das neue Pastoralpapier «Paare und Familien: Kirche und Pastoral betreten ‹Heiligen Boden›». Darin verabschieden sich die Bistümer Basel und St. Gallen etwa von einer Sexualmoral, an die sich ohnehin fast niemand hält, und fokussieren mit dem Bild des «Heiligen Bodens» auf gelingende Beziehungen. (rr)