Aktuelle Nummer 23 | 2019
10. November 2019 bis 23. November 2019

«Mission ist nicht delegierbar»

Medienmitteilung von Missio Schweiz

Rund vierzig Vertreterinnen und Vertreter der katholischen Kirche in der Schweiz waren nach Riva San Vitale (TI) gekommen, um mit der Feier des Taufgedächtnisses den Ausserordentlichen Monat der Weltmission zu eröffnen. Die Teilnahme von sechs Bischöfen aus der ganzen Schweiz unterstrich die Bedeutung der Feier an diesem symbolischen Ort, der das älteste christliche Bauwerk auf Schweizer Boden bewahrt und an die erste Evangelisierung des Landes erinnert. Die Bischöfe übergaben den Anwesenden persönlich als Zeichen für die Sendung in die Welt einen Sendungsbrief.

Der Pfarrer von Riva San Vitale Don Carlo Scorti begrüsste die Teilnehmenden am Ort der ältesten noch intakten Taufstelle der Schweiz, um in besonderer Weise die Eröffnung des Ausserordentlichen Monats der Weltmission zu feiern. Der Monat Oktober steht unter dem Motto «Getauft und gesandt» und wurde von Papst Franziskus ausgerufen, damit alle Getauften ihre Mission neu entdecken. Don Carlo Scorti machte in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass hier die erste Evangelisierung stattgefunden hat, von Mailand und Como ausgehend.

«Mission ist nicht delegierbar»

Bischof Jean-Marie Lovey hob in seiner Ansprache, die er auf Französisch, Italienisch und Deutsch hielt, hervor, dass Mission nicht delegierbar ist, denn jede und jeder Getaufte ist von Natur aus missionarisch: «Jeder von uns ist verantwortlich, jeder von uns ist ein Zeuge. Es ist kein Beruf, eine Disziplin, die anderen, den Fachleuten anvertraut wird.» Das christliche Leben wurzelt in der Erfahrung der Taufe, unterstricht der Bischof aus dem Wallis. Als Jesus nach der Taufe aus dem Wasser des Jordan stieg, wurde er vom Heiligen Geist erfüllt und vom Vater als geliebtes Kind bezeichnet. Diese Zusage, geliebtes Kind Gottes zu sein, wiederholt sich in der Taufe für alle.

Die Feier des Taufgedächtnisses fand im Inneren des Baptisteriums statt. Bischof Lovey lud alle ein, reichlich vom Wasser zu nehmen. Am Ende der Feier konnten die Teilnehmenden das geweihte Wasser in Flaschen mitnehmen, um so diese Feier weiterzutragen in ihre Pfarreien, Gemeinschaften und Diözesen.

Botschaft der Bischöfe an die Gläubigen

Zum Schluss der Feier überreichten die Bischöfe den Sendungsbrief der Schweizerischen Bischofskonferenz, der an alle Gläubigen in der Schweiz weitergereicht werden soll. Sie unterstreichen darin die Sendung von jeder und jedem Gläubigen, die dort beginnt, wo sie leben. Es ist eine persönliche Botschaft, die von allen Schweizer Bischöfen unterschrieben wurde.

«Für euch alle begann dieses Fest zu Hause, im Oberwallis, in Lausanne oder Chur. Sie haben einen langen Weg hinter sich, um an diesen Ort zu kommen, dem Ausgangspunkt der Evangelisierung der Schweiz, um ihre Taufe und Sendung zu erneuern. Die Mission ist immer mit einem Weg verbunden: einem inneren und einem äusseren Weg», schloss Martin Brunner-Artho, Direktor von Missio, und sandte die Teilnehmenden mit vollen Flaschen auf den Weg.

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