Aktuelle Nummer 14 | 15 | 2021
04. Juli 2021 bis 31. Juli 2021

Aktuell

Solidarisch gegen die Klimakrise

Klimaschutz im «Laudato si»-Jahr
Papst Franziskus hat im Schöpfungsmonat September 2020 ein Aktionsjahr für die ­Umsetzung seiner Klimagerechtigkeits-­Enzyklika «Laudato si» gestartet. Mit Gebeten, Aktionen und Projekten sollen immer mehr Menschen auf «den Schrei der Erde und den Schrei der Armen hören». Die Vatikanbehörde für Entwicklung arbeitet dazu mit der Welt-Klimabewegung und dem Dachverband der Caritas zusammen. Genauso wie die Jungen solidarisch mit den Älteren die Coronakrise bewältigen, müssen auch die Älteren solidarisch mit den Jungen die Klimakrise meistern. Der Papst meinte neulich, es brauche einen dringlichen Schluss­spurt. 

Lebens- und Freiheitsrecht für kommende Generationen
Das Urteil des Karlsruher Bundesverfassungsgerichts hat manche Diskussion am dritten ökumenischen Kirchentag in Frankfurt aufgewirbelt. Das höchste Gericht Deutschlands hat Ende April festgestellt, dass Politik und Regierung nicht nur die Grundrechte der erwachsenen Bürgerinnen und Bürger respektieren und schützen müssten, sondern auch die der heranwachsenden Generationen. Mit der schleppenden Klimapolitik werden die Klimaziele nicht erreicht. Für die heute jungen Menschen drohen dadurch später starke Einschränkungen der Lebens- und Freiheitsrechte. Das komme einer Verletzung der Verfassung gleich. Deshalb wird die Regierung gerügt und angehalten, ihre Klimapolitik nachzubessern. Die jugendlichen Klägerinnen und Kläger der «Fridays for Future»-­Bewegung haben mit ihrem Forderungs­katalog teilweise Recht bekommen.   

Abstimmungen in der Schweiz
In der Schweiz gibt es kein Gericht, das die Grundrechte der zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner schützen kann. Dafür ist bei uns das Stimmvolk zuständig. Ihm werden mehrere Vorlagen zum Stopp des Klimawandels und zum Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen vorgelegt. Dabei läuft die Diskussion heiss, ob es die richtigen Massnahmen sind, oder ob es andere braucht. Es wird abgewogen zwischen kurzfristigen und langfristigen Auswirkungen und zwischen Ansprüchen der Interessengruppen. Die kirchlichen Gremien unterstützen klar die Ziele des CO2-Gesetzes. Keinesfalls sollten jedoch Lösungsschritte wegen Kleinkrämerei oder Eigennutz hinausgezögert und auf die nächste Generation abgeschoben werden. Nichts zu tun ist fahrlässig und wird für alle immer teurer.  

Der Beitrag des Kirchenblattes
Das Kirchenblatt will zukünftig als klimaneutrales Magazin erscheinen. Die Herstellung ist in den letzten Jahren so eingerichtet worden, dass das Kirchenblatt mit zwei Labels ausgestattet werden kann. 

  • Das FSC-Label steht für ökologisch angepasste, sozial förderliche und nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder. Der Rohstoff für die Papierherstellung soll so gewonnen werden, dass die Bedürfnisse zukünftiger Generationen nicht gefährdet werden. 
  • Das renommierte Label myclimate garantiert dafür, dass die bei der Herstellung des Kirchenblattes nicht vermeidbaren CO2-­Belastungen kompensiert werden. Die CO2-Emissionen werden durch Investitionen in Klimaschutzprojekte ausgeglichen. myclimate-Klimaschutzprojekte erfüllen kontrollierte Standards und leisten neben der Reduktion von Treibhausgasen nachweislich lokal und regional einen positiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung.
Kuno Schmid | www.myclimate.org/de | ch.fsc.org/de

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