Aktuelle Nummer 23 | 2019
10. November 2019 bis 23. November 2019

Zuchwiler Pfarrer wird Bischofsvikar

Valentine Koledoye ist der erste Afrikaner in der Leitung des Bistums Basel. Ab Mai 2020 wird der aus Nigeria stammende Priester als Bischofsvikar der Region St. Urs tätig sein. Geistliche aus Afrika machen einen bedeutenden Teil der Priesterschaft in der Diözese aus.

 

Der Basler Bischof Felix Gmür hat Valentine Koledoye auf den 1. Mai 2020 zum Bischofsvikar der Region St. Urs ernannt, wie die Diözese Basel am Montag mitteilte. Die Region St. Urs ist eine von drei Bistumsregionen und umfasst die Kantone Aargau, Basel-Landschaft und Basel-Stadt. Koledoye folgt auf Christoph Sterkman, der Ende April 2020 das gesetzliche Pensionsalter erreicht. Ein Bischofsvikar leitet seine Bistumsregion in Zusammenarbeit mit einem Regionalverantwortlichen oder einer Regionalverantwortlichen.

Seit 2008 im Bistum tätig

Koledoye wurde 1968 in Nigeria geboren. Seine Jugendzeit verbrachte er teils in dem westafrikanischen Land, teils in den USA. Koledoye studierte Philosophie und Theologie in Nigeria sowie Rom und wirkte auch als Seelsorger in seinem Heimatland. 1994 wurde der Theologe zum Priester geweiht. Koledoye promovierte 2007 in Ethik und Moraltheologie an der Universität Innsbruck. Seit 2008 ist er als Seelsorger im Bistum Basel tätig, zuletzt als Pastoralraumpfarrer im Kanton Solothurn, heisst es in der Mitteilung.

Über ein Drittel der Priester stammt aus dem Ausland

Koledoye ist nicht der einzige afrikanische Priester im Bistum Basel. Es seien zwischen 40 und 50, sagt Bistumssprecher Hansruedi Huber auf Anfrage gegenüber kath.ch. Der Grossteil der afrikanischen Priester stamme aus Nigeria. In der Schweiz und auch im Bistum Basel mangelt es an Priesterberufungen. Hinzu kommt, dass viele der älteren Priester nur noch in Teilzeitanstellung tätig sind, wie Huber sagt. Von den gegenwärtig insgesamt 189 Priestern sind denn auch viele ausländischer Herkunft. «Weit über ein Drittel der Priester stammt ursprünglich nicht aus der Schweiz», so Huber.